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Prof. Dr. Norbert Hüser

Vorsorge & Früherkennung

Vorsorge ist ein bewusster Schritt für Ihre Gesundheit – sie ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln. Welche Untersuchungen für Sie sinnvoll sind, hängt von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab und wird individuell abgestimmt. Dabei können Sie sich auf eine sichere, sorgfältige Durchführung verlassen. Alle Schritte werden Ihnen im Vorfeld in einem persönlichen Aufklärungsgespräch verständlich erklärt.

Viele Erkrankungen lassen sich früh erkennen oder ganz vermeiden

Vorsorgeuntersuchungen sind ein zentraler Baustein Ihres Gesundheitsbewußtseins. Gerade bei Darmerkrankungen ermöglichen endoskopische Untersuchungen, wie die Darmspiegelung (Koloskopie), Veränderungen im Frühstadium zu entdecken – noch bevor Beschwerden auftreten.

Der große Vorteil: Werden Veränderungen frühzeitig erkannt, lassen sie sich in der Regel gut behandeln, ernsthafte Erkrankungen werden dadurch verhindert. So können zum Beispiel Polypen im Darm häufig bereits während der Untersuchung entfernt werden.

In Deutschland gelten folgende Empfehlungen:

  • Darmspiegelung (Koloskopie): Für alle Menschen ab 50 Jahren als Vorsorgeuntersuchung. Bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel familiärer Vorbelastung, wird die Untersuchung oft bereits ab 35–45 Jahren empfohlen. Ziel ist die Früherkennung von Darmkrebs und das sichere Entfernen von Polypen.
  • Magenspiegelung (Gastroskopie): Keine standardmäßige Vorsorgeuntersuchung, sie wird aber bei Risikofaktoren oder Beschwerden empfohlen, wie chronischen Magenproblemen, Entzündungen oder familiärer Belastung. Ziel ist die Früherkennung von Magenkrebs oder anderen Erkrankungen des Magens.

Vorsorgeuntersuchungen bedeuten nicht nur Kontrolle – sie sind Ihr bewusster Schritt in Richtung Gesundheit.

Alter, persönliche Vorgeschichte und familiäre Risiken spielen dabei eine wichtige Rolle

Nicht jede Person hat das gleiche Risiko für Magen- oder Darmerkrankungen – daher ist Vorsorge individuell sinnvoll.

Eine Koloskopie (Darmspiegelung) wird besonders empfohlen, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen:

  • Familiäre Vorbelastung: Darmkrebs oder Polypen in der Familie erhöhen das Risiko deutlich.
  • Frühere Polypen oder Darmerkrankungen: Wer bereits Polypen hatte oder eine (chronisch) entzündliche Darmerkrankung hat, sollte regelmäßig kontrolliert werden.
  • Alter: Das Risiko für Darmkrebs steigt ab etwa 50 Jahren – daher gilt die Vorsorge hier als Standard.
  • Lebensstilfaktoren: Übergewicht, Rauchen, hoher Fleischkonsum oder Bewegungsmangel können das Risiko erhöhen.

Für die Magenspiegelung (Gastroskopie) gelten ähnliche Überlegungen, allerdings handelt es sich nicht um eine Standard-Vorsorge, sondern um Früherkennung bei Risikofaktoren oder Beschwerden:

  • Andauernde Magenbeschwerden: Sodbrennen, Schmerzen oder Übelkeit können ein Hinweis auf ernsthafte Veränderungen sein.
  • Chronische Entzündungen des Magens oder Infektionen: Zum Beispiel durch eine (bakterielle) Helicobacter-pylori-Infektion.
  • Familiäre Belastung: Magenkrebs in der Familie erhöht das persönliche Risiko.
  • Vorherige Polypen im Magenbereich: Eine engmaschige Kontrolle ist in diesen Fällen sinnvoll, um neue Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Eine Vorsorge oder frühzeitige Abklärung kann Vorstufen einer Erkrankung oder Tumorbildung erkennen, bevor Symptome auftreten. Besonders die Darmspiegelung erlaubt es, gutartige Polypen direkt während der Untersuchung zu entfernen und so das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs deutlich zu senken.

Ihre Hausärztin, Ihr Hausarzt oder gerne auch wir können Sie individuell beraten, welche Untersuchungen in Ihrem Alter oder bei bestehenden Risikofaktoren sinnvoll sind.

Ihre Sicherheit steht bei allen Untersuchungen an erster Stelle – insbesondere bei einer Endoskopie im Dämmerschlaf

Wir führen die Untersuchung schonend und mit höchster Sorgfalt durch und orientieren uns dabei konsequent an aktuellen medizinischen Leitlinien und Qualitätsstandards.
Die Endoskopie im Dämmerschlaf ermöglicht eine gründliche Untersuchung bei gleichzeitig hohem Komfort. Auf Wunsch setzen wir zusätzlich KI-gestützte Assistenzsysteme zur erweiterten Polypendetektion ein.

Während der Untersuchung werden Sie von erfahrenen Anästhesiefachärztinnen und -ärzten betreut. Ihre Vitalfunktionen werden kontinuierlich überwacht. Nach der Untersuchung erholen Sie sich in unserem Aufwachbereich, bis Sie sich wieder fit fühlen.

Zuverlässigkeit bedeutet für uns, dass alle Schritte sorgfältig aufeinander abgestimmt sind. Transparente Abläufe und verständliche Informationen sind uns dabei besonders wichtig. Wir besprechen die erhobenen Befunde ausführlich mit Ihnen, leiten daraus klare Empfehlungen ab und sorgen dafür, dass keine wichtigen Informationen verloren gehen.

Deshalb wird auch Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin auf Wunsch in die Betreuung eingebunden. Durch den direkten Austausch relevanter Befunde können die weiteren Schritte optimal abgestimmt werden.

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