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Ihr persönlicher Behandlungsweg

Am Beginn jedes persönlichen Behandlungsweges steht für uns der Grundsatz: so schonend wie möglich, so wirksam wie nötig. Daher prüfen wir immer zuerst, ob sich Ihre Beschwerden konservativ, also ohne einen Eingriff, behandeln lassen.
In vielen Fällen bedeutet dies eine Anpassung von Lebensgewohnheiten. Dazu zählen zum Beispiel Veränderungen der Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Bewegung, Gewichtsreduktion oder auch die Anpassung bestimmter Verhaltensweisen im Alltag. Solche Maßnahmen können einen großen Einfluss auf den Verlauf von Magen, Darm- oder proktologischen Beschwerden haben.

Behandlungsformen

Jede Erkrankung erfordert eine individuelle Therapiestrategie. Je nach Befund, Schweregrad und persönlicher Situation stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von unterstützenden Maßnahmen über endoskopische Eingriffe bis hin zur Operation. Das Ziel ist stets, mit der für Sie schonendsten Methode den größtmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen.

Unterstützende Therapien, Lebensstil-Anpassungen und Medikamente, die den Heilungsprozess fördern

Begleitende Maßnahmen bilden die Basis jeder Behandlung. Sie helfen nicht nur, Beschwerden zu lindern, sondern fördern aktiv die Heilung ganz verschiedener Prozesse. Gerade entzündliche Veränderungen oder funktionelle Störungen im Bereich von Speiseröhre, Magen und Darm bzw. Analbereich können durch Berücksichtigung eines sogenannten ganzheitlichen Ansatzes effektiv angegangen werden – und sei es nur unterstützend. Körper, Ernährung und Lebensstil werden dabei gleichermaßen berücksichtigt.

Ernährung: Eine bewusste, ausgewogene Ernährung kann Beschwerden deutlich reduzieren. Ballaststoffreiche Lebensmittel fördern die Darmtätigkeit, während ausreichend Flüssigkeit die Verdauung unterstützt. Bei Sodbrennen oder Reflux kann es hilfreich sein, fett- und säurearme Mahlzeiten, kleinere Portionen und regelmäßige Essenszeiten einzuhalten. Das Meiden scharfer Lebensmittel kann zudem schmerzhafte Beschwerden im Analbereich lindern. Mit einer professionellen Ernährungsberatung unterstützen wir Sie gerne bei der Umsetzung.

Bewegung und körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung verbessert die Verdauung, den Stoffwechsel und die Durchblutung des Gewebes. Bei proktologischen Beschwerden, wie etwa Analfissuren, kann dies die Abheilung fördern. Beckenbodenschwächen und Inkontinenzprobleme lassen sich durch gezielte Beckenbodenübungen verbessern.

Medikamente: Je nach Befund können unterstützend entzündungshemmende oder die Schleimhaut schützende Präparate, Schmerzmittel oder Mittel zur Regulierung der Speiseröhren-, Magen- und Darmfunktion eingesetzt werden.

Weitere unterstützende Maßnahmen: In manchen Fällen können physiotherapeutische Anwendungen, Entspannungstechniken oder eine gezielte Stuhlregulation die Behandlung ergänzen. Auch kleine Verhaltensanpassungen, wie die bewusste Körperhaltung beim Stuhlgang oder das Vermeiden von Pressen, können Beschwerden, etwa bei Hämorrhoiden, nachhaltig verringern.

Ziel dieser Maßnahmen: Sie sollen Beschwerden lindern, Heilungsprozesse fördern oder die Grundlage für weitere Therapiemaßnahmen schaffen. Oft lassen sich durch deren konsequente Umsetzung bereits deutliche Verbesserungen erreichen, sodass operative Maßnahmen vermieden werden können.

Was leisten endoskopische Verfahren und wie sind sie einsetzbar

Endoskopische Eingriffe ermöglichen es, diagnostische Untersuchungen direkt mit therapeutischen Maßnahmen zu verbinden. Dabei werden dünne, flexible Endoskope eingesetzt, die Veränderungen im Bereich der Speiseröhre, des Magens oder Darms sichtbar machen.

Typische Anwendungen der endoskopischen Behandlung sind:

  • Entfernung eines Polypen während einer Darmspiegelung, um dessen mögliche Entartung zu verhindern
  • Endoskopisch unterstützte Gummibandligatur oder Sklerosierung bei einem Hämorrhoidalleiden
  • Blutstillung bei einer kleineren Blutung in der Speiseröhre, im Magen oder Darm durch Clips oder das Auftragen oder Einspritzen blutstillender Medikamente
  • Weitung einer Engstelle (Dilatation), etwa bei einer Narbenbildung, Entzündung oder nach einer Operation, um die Passage zu erleichtern
  • Verödung bei einem erweiterten oder blutenden Gefäß oder bei einer verstreuten Schleimhautinsel mittels Argon Plasma Koagulation
  • Behandlung einer Funktionsstörung der Speiseröhre, wie etwa ein spastischer Krampf, um das Schlucken zu erleichtern (diese Eingriffe erfolgen in der Regel stationär im Krankenhaus)
  • Endoskopische Schwammbehandlung (Endo-VAC) bei einer Undichtigkeit einer Nahtverbindung nach einer Operation (ebenfalls im Krankenhaus durchgeführt)

Darüber hinaus werden während der Endoskopie Gewebeproben (Biopsien) entnommen, um gutartige von krankhaften Veränderungen sicher unterscheiden zu können.

Endoskopische Maßnahmen sind in der Regel risikoarm und mit einer kurzen Erholungszeit verbunden. Sie finden immer unter einer Sedierung (im Dämmerschlaf) statt. Den Ablauf derartiger Eingriffe erklären wir Ihnen vorab im Detail.

Chirurgische Verfahren, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen

Wenn konservative oder endoskopische Maßnahmen nicht ausreichen oder zielführend sind, können operative Eingriffe notwendig werden. Diese Eingriffe werden sorgfältig geplant. Ob ein Eingriff ambulant in der Praxis oder stationär im Krankenhaus durchgeführt wird, hängt von der Größe des Befundes und dem Umfang der Operation ab.

 

Zu den operativen Eingriffen gehören:

An Speiseröhre und Magen:
Operationen bei einer Refluxerkrankung, Hiatushernie (Zwerchfellhernie), Divertikeln oder anderen gutartigen Veränderungen. Diese Eingriffe erfolgen stets im Krankenhaus, da sie eine umfassende Überwachung und Nachbetreuung erfordern.


Im Analbereich und Enddarm:

  • Entfernung einer Analfissur (Fissurektomie), wenn diese nicht auf eine konservative Behandlung anspricht
  • Entfernung einer Hämorrhoide (Hämorrhoidektomie), wenn eine Sklerosierung oder Gummibandligatur nicht möglich ist
  • Spaltung eines Abszesses oder Entfernung einer Fistel
  • Condylomabtragungen (warzenartige Schleimhautveränderungen am Anus)

Wenn ein Polyp im Darm nicht endoskopisch abgetragen werden kann, erfolgt die operative Entfernung, ebenfalls unter stationären Bedingungen.

Bei allen operativen Eingriffen sorgen wir dafür, dass die Vorbereitung und Nachbetreuung individuell auf Sie abgestimmt sind. Die Operationen finden immer unter einer Sedierung (im Dämmerschlaf) oder während einer sogenannten Vollnarkose statt. Den Ablauf derartiger Eingriffe erklären wir Ihnen vorab im Detail.

Operationen mit Klinikaufenthalt

Wir erklären Ihnen genau, wie die Operation abläuft. Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend, damit eine Operation sicher und reibungslos durchgeführt werden kann.

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